Operative Wirbelsäulenbehandlung

Endoskopische Bandscheibenoperationen:

Bei entsprechender Indikation können Bandscheibenvorfälle in "Schlüssellochtechnik" durch die Haut (perkutan) entfernt werden. Die Methode hat den Vorteil, dass der Patient schneller wieder auf die Beine kommt und ist mit einem Klinikaufenthalt von einer Nacht verbunden. Über eine röntgengestützt genau platzierte Röhre lassen sich Bandscheibenvorfälle endoskopisch in "Schlüssellochtechnik" entfernen. Endoskopische und mikrochirurgische Operationen sind keine konkurrierenden Verfahren - es muss vom Befund in der Bildgebung entschieden werden, welches Verfahren besser geeignet ist.

 

Mikrochirurgische Operation von Bandscheibenvorfällen und Verengungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule:

Die mikrochirurgische Operation ist keine Operation im eigentlichen Sinne. Es wird unter dem Operationsmikroskop das Gewebe entfernt, das auf den Nerven drückt. Die Operation ist also als erweiterte konservative Maßnahme zu sehen und ist der "goldene Standard" bei Bandscheibenvorfällen und bei Verengungen (Stenosen) im Bereich des Wirbelsäulenkanals. Komplikationen und Vernarbungen sind äußerst selten.

 

Die mikrochirurgische Operation wird in der Laienpresse von einigen unseriösen Kollegen als gefährlich und sogar überflüssig eingestuft. Diese Kollegen wollen dem Patienten oft teure Selbstzahlerleistungen (z.B. Laser) verkaufen - solche Statements sind Unsinn und patientengefährdend. Die Erfolgsquote ist mit 95% zufriedener Patienten äußerst hoch - häufig wir aufgrund Angstmacherei aber derart lang mit der Entlastung des Nerven gewartet, dass es längere Zeit dauert, bis die Gesamtsituation wieder normal ist.  

 

Durch optimale Ausleuchtung mit dem Operationsmikroskop lassen sich Nervenstrukturen mit geringem Risiko dekomprimieren. Meist ist ein kurzstationärer Klinikaufenthalt erforderlich. Die Anschlussbehandlung sollte nach Möglichkeit ambulant erfolgen. Längere stationäre "Reha-Maßnahmen" sind bei Standard-Bandscheiben-operationen nicht erforderlich und sind z.B. in den USA gänzlich unbekannt. Der Patient sollte sich für etwa 14 Tage schonen und sich so schnell wie möglich in seinem gewohnten sozialen Umfeld bewegen.
Bei älteren Patienten, die alleine zu Hause sind, empfehlen wir jedoch eine Reha-Maßnahme und organisieren diese über den Sozialdienst der Klinik. Falls Sie eine Reha-Maßnahme wünschen, organisieren wir diese ebenfalls gerne für Sie: Bei uns bekommt jeder Patient eine Reha-Maßnahme, bei dem dieses notwendig ist und der dieses wünscht.

Die mikrochirurgischen Operationen sind unser Schwerpunkt und werden von uns in sehr großer Anzahl bei Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland durchgeführt.

 

 

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